Donnerstag

10. Juni 2021

Moderation

Anja Heyde

Moderatorin, MDR

 

12:30

Ankommen

13:00

Zeit | LOS! Perspektiven für ein demokratisches Morgen

Eine Einordnung 

Univ.- Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte
Direktor NRW School of Governance Universität Duisburg-Essen

13:20

Zeit | LOS!

Um Demokratie lebendig zu halten, brauchen wir nicht nur Menschen, die sich für Demokratie einsetzen und immer wieder um demokratische Entscheidungen ringen. Wir brauchen Zeit, um neue Perspektiven zu entwickeln und viele Menschen in diesem Prozess mitzunehmen. Doch wie gehen wir mit Fragen um, für die es offensichtlichen Handlungsdruck gibt? Wie bleiben wir mit denen im Austausch, die schnellere Antworten einfordern? Und wie treffen wir langfristige Entscheidungen in einem durch Wahlen und kurzfristige taktische Überlegungen bestimmten Politikbetrieb?

Es diskutieren:

Christine Lieberknecht

Thüringische Ministerpräsidentin a. D.

Kevin Kühnert

stellv. Parteivorsitzender der SPD

Univ.- Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte
Direktor NRW School of Governance Universität Duisburg-Essen

Marina Weisband

Beraterin für politische Bildung und Netzpolitik

14:00

Pause

14:30
- Denkraum 1
15:30
- Denkraum 2

Unsere Denkräume zeigen, was es braucht, um das demokratische Morgen zu gestalten: Wie sehen gelungene partzipative und politische Prozesse aus? Was sind geeignete Dialogformate – analog oder digital?

16:30

Pause

17:00

Zeit | LOS! kommunizieren

Unsere heutige Zeit ist geprägt durch beschleunigte Kommunikation auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Die Themenagenden aktualisieren sich in rasender Geschwindigkeit. Dabei bleibt wenig Zeit, die öffentlichen Debatten zu Ende zu führen. Die Vermittlung neuer Perspektiven und Visionen kommt häufig zu kurz. Doch wie schaffen wir es, politische Entscheidungsprozesse in ihrer Tiefe zu vermitteln und gleichzeitig dem Drang nach schneller und direkter Kommunikation gerecht zu werden? Welche Rolle spielen dabei altbekannte und neue Medienformate?

Es diskutieren:

Aline Abboud

Redakteurin und Moderatorin beim ZDF

Stephan Detjen

Chefkorrespondent und Leiter des Hauptstadtstudios sowie des Studios Brüssel des Deutschlandfunks

und weitere Gäste

18:00

Weiterführung der Diskussion beim Imbiss

Denkräume

Im Detail

14:30
- Denkraum 1

Zeit für | Analog

Jascha Rohr, Gründer des Instituts für Partizipatives Gestalten

Jascha Rohr ist seit über zwanzig Jahren als Changemaker, Transformationsdesigner und Governanceberater tätig. Er ist Gründer, Gestalter, Designer, Konzept- und Projektentwickler und Begleiter kokreativer Gestaltungsprozesse. Als Philosoph und Methodenentwickler arbeitet er an der Theorie und Methodik kokreativer Prozesse und transformativer Praxis. Er sucht damit nach Möglichkeiten, durch die wir die kollektive Intelligenz entwickeln können, die es braucht, um die Welt, in der wir leben, anders und besser zu gestalten.

Zeit für | Dialog

Dirk Neubauer, Bürgermeister Augustusburg

Seit sechs Jahren ist Dirk Neubauer Bürgermeister der sächsischen 4300-Einwohner-Stadt Augustusburg und seit zwei Jahren SPD-Mitglied. Neubauer ist Autor des Buches „Das Problem sind wir: Ein Bürgermeister in Sachsen kämpft für die Demokratie“. Er zeigt eindrücklich, wie Demokratie vor Ort im direkten Gespräch lebendig bleibt.

Zeit für | Digital

Louis Klamroth, Journalist und Moderator

Louis Klamroth ist „Deutschlands jüngster Polit-Talker“. Für die Moderation seiner Sendung „Klamroths Konter“ (n-tv), in der er regelmäßig Spitzenpolitiker ins Kreuzfeuer nimmt, hat er jüngst den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. In diesem Jahr wurde Louis für seine journalistische Arbeit unter die Top 30 des Mediums Magazin gewählt. Klamroth ist Gründer der digitalen Diskussions-plattform „Diskutier Mit Mir“. Ziel der gemeinnützigen Initiative ist es, Meinungsblasen zum Platzen zu bringen und Raum für politischen Dialog zu schaffen.

Zeit für | Politik

Friederike Schier, Co-Parteivorsitzende VOLT ​​​​​und Konstantin Kuhle, FDP, Mitglied im Bundestag

Was bedeutet es in den heutigen Zeiten als MdB oder Parteivorsitzende Politik zu gestalten? Was bedeutet der Faktor Zeit für die tägliche Arbeit? Wie geht man mit dem Spannungsfeld um, Zeit für Perspektiventwicklungen zu benötigen und trotzdem Entscheidungen voranbringen zu wollen?

15:30
- Denkraum 2

Zeit für | Analog

Zeitgerechte Stadt: Prof. Dr. Caroline Kramer, Professorin für Humangeographie und Geoökologie, Karlsruher Institut für Technologie

Ungleichheit in der Gesellschaft spielen in der öffentlichen Diskussion derzeit eine große Rolle. Damit stellen sich auch Fragen neu, die nicht nur soziale  Aspekte, sondern auch die zeitliche Struktur und Organisation der Gesellschaft und insbesondere der Stadt betreffen. Überall erfahren die Menschen weitreichende zeitliche Umstrukturierungen, Beschleunigung und Zeitknappheit. Zeit und ihre persönliche Verfügbarkeit, gewinnen als eine weitere Dimension des Sozialstaates eine wachsende Bedeutung. Bei einer solch zentralen Bedeutung von Zeit ist auch darüber nachzudenken, ob eine integrierte Stadtplanung nicht auch die zeitlichen Dimensionen explizit berücksichtigen sollte.

Zeit für | Dialog

Katharina Liesenberg, „es geht LOS“ und „mehr als wählen e. V.“

Wie können alle in unserer Gesellschaft zu Verantwortungsträgerinnen und -trägern werden? Wie viel Zeit nehmen wir uns für echte demokratische Beteiligung abseits von Filterblasen und aufgeheizter Debattenkultur? Und wie finden geloste Bürger*räte Antworten auf drängende politische Fragen?

Zusammenhalt | Digital

Janine Klose und Lara Urbaniak, @Insta.Politik

Janine Klose und Lara Urbaniak erleben jeden Tag hautnah die politischen Gesetzgebungs- und Kommunikationsprozesse. Auf ihrem Instagram-Kanal @Insta.Politik bieten sie einen kreativen Blick hinter die Kulissen. Mit kurzen Politik-Happen und längeren Interviews wollen sie vor allem jüngere Menschen zu mehr politischer Mitwirkung motivieren.

Zeit für | Politik

Gesine Agena, Antonio Amadeo Stiftung und Leiterin der AG Vielfalt bei Bündnis 90/Die Grünen und Raoul Rossbach, Landesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen in NRW

Wie halten wir Demokratie lebendig und binden die Öffentlichkeit bzw. die Parteimitglieder in Meinungsbildungsprozesse ein? Wie viel Zeit gibt man sich, um mit Andersdenkenden gute Kompromisse auszuhandeln? Wie geht man mit zu geringer Beteiligung um? Wie gelingt uns eine Beteiligung, die die unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft berücksichtigt?

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